Bericht zum internationalen MX-5 Treffen in Oslip im österreichischen Burgenland vom 12.-14. August 2005

(Verfasst von BK)

  1. Tag (Freitag, 12. August):

Um 13.00 Uhr starteten wir bei perfektem Roadsterwetter den Motor unseres MX-5 und fuhren bei

               

Burgau auf die A8 Richtung München. Bei München wechselten wir auf die B12 an Mühldorf vorbei Richtung österreichischem Grenzübergang bei Braunau. Die nächsten größeren Ortschaften waren Ried i. Innkreis – Lambach – Bad Hall – Steyr – Aschbach Markt – Euratsfeld – Steinkirchen – Purgstall –Kirchberg a. d. Pielach – Hohenberg – Pernitz – Markt Piesting – Ebenfurth – Eisenstadt – und schließlich Oslip.

Kaum in Oslip angekommen meldete sich schon mein Handy zu Wort. Am anderen Ende waren Steffen und Oswald,

                                          

die schon um 9.00 Uhr morgens von Augsburg aufgebrochen waren und mit einigen anderen MX-5lern hauptsächlich über die Autobahn angereist waren. Nach einigem hin und her stellte sich heraus, dass wir noch ca. 8 km weiter nach Oggau am Neusiedler See zum örtlichen Campingplatz fahren mussten. Zuerst schauten wir uns jedoch noch kurz bei der Cselley Mühle die Örtlichkeiten des Treffens und den einen oder anderen getunten MX-5 mit Unterbodenbeleuchtung an.

                                                                                  

Als wir dann endlich am Campingplatz um 23.45 Uhr ankamen wurden wir von Oswald, Steffen und Bernd, dem Chef vom Klagenfurter MX-5 Club herzlichst begrüßt. Punkt 0.00 Uhr am Samstag konnte nun der Zeltaufbau mit Hilfe der genannten Personen unter perfekten Bedingungen und äußerst leise vorgenommen werden. Ca. 20 Minuten später war das Luxuszelt aufgebaut und wir konnten dank Bernd  das Richtfest mit einigen Schnäpsen begießen.

                             

Nun wurden noch die „Lumas“ für einen komfortablen Schlaf aufgeblasen und die Nacht konnte kommen, dachte ich. Leider musste ich Minuten später feststellen, dass ein lautes Schnarchen mich meines Schlafes berauben wollte.

  1. Tag (Samstag, 13. August):

Um 7.30 Uhr kündigte die Weckmelodie meines Handys das Ende der kurzen Nacht an. Nun hieß es sich und den Roadster schnell für den 1. Tag des MX-5 Treffen in Oslip frisch zu machen. Eine Stunde später fuhren wir angeführt von Bernd in die Ortsmitte von Oggau zu einem „Tante Emma Bäcker-Laden“

    

um dort zu frühstücken. Danach fuhren wir noch schnell zum Tanken und von dort zur Cselley Mühle in Oslip, wo um 10.00 Uhr die Begrüßung der Teilnehmer stattfand. Anschließend konnten alle Teilnehmer aus den MX-5 jeweils den schönsten NA-Serie, NA-Umbau, NB-Serie, NB-Umbau und den „Eyecatcher“ überhaupt wählen. Als ich die anderen Autos genauer begutachtete, konnte man sie verrücktesten Umbauten (Flügeltüren, DVD-Player mit 4 LCD-Bildschirmen, Kompressor, Turbo, Speziallackierungen, Komplettverspoilerungen, Felgen, Leder, Soundanlagen, Chrom …) sehen.

                        

Dieses Treffen eignete sich wunderbar, um sich bei anderen die eine oder andere Tuningmaßnahme abzuschauen. In der Cselley Mühle lernten wir noch ein Augsburger MX-5 Paar mit Ihrem NB kennen, die sich bei der folgenden Rätseltour uns anschlossen. Ab 11.00 Uhr wurde dann im Minutentakt zur Rätselrallye rund um den Neusiedler See über Ungarn (wo uns für die 136 MX-5 Fahrzeuge sogar die LKW-Spur zur schnellen Grenzdurchfahrt geöffnet wurde) gestartet.

Als erste Aufgabe mussten die Teams so schnell wie möglich einen Reifen wechseln.

                                            

Die zweite Herausforderung hieß bei einem See baden gehen. Je mehr der Körper nass wurde, desto mehr Punkte wurden einem gutgeschrieben.

                                           

Doch viele MX-5 Besatzungen konnten mit der Aufgabe wenig anfangen, da sie keine Badesachen und kein Handtuch dabei hatten oder es ihnen einfach etwas zu kalt war. Dort passierte meinem Vater auch die größte Panne. Er verlor beim Schwimmen seine Brille. Sein Glück war, dass die Brigitte vom Klagenfurter MX-5 Club eine Ersatzbrille in nahezu der gleichen Sehstärke an ihn verleihen konnte. Die dritte Aufgabe war bei einer restaurierten Windmühle in Petersdorf folgende Fragen zu lösen, zehn verschieden Körner bzw. Getreidearten den richtigen Namen zuordnen.

                            

Nach kurzer Fahrt lag in einem Bootshafen wieder eine nasse Aufgabe vor uns. Eine Person musste den Mund voll Wasser nehmen und dem Partner mit vollem Mund ein vorher gezeigtes Wort zurufen, der dieses wiederholen musste.

                    

Besonders schwer war hierbei sich nicht zu verschlucken oder zu lachen. Bei der fünften Aufgabe in Rust musste man am längsten auf seinen Einsatz warten, was viele nutzten um in sich einem Gasthof etwas zu erholen. Als man dann endlich an der Reihe war musste man mit einem Tretboot auf einem Weiher eine kleine Runde drehen, ohne dass der Partner, der zwei Becher befüllt mit Wasser zu halten hatte, viel verschüttete. Für die sechste und letzte Aufgabe waren gute Ohren und Kenntnisse im Musikbereich gefragt. Man sollte zu zehn Musiktiteln, welche man jeweils nur 10 Sekunden lang hörte, den Interpreten und den Titel ohne weitere Hilfe nennen. Nachdem man nun noch 10 Fragen zur Europäischen Union beantwortet hatte, konnte man den Wertungsbogen abgeben und auf eine gute (wir 11.Platz) oder schlechte (gell Oswald und Steffen 99.Platz) Platzierung hoffen. Die Abendstunden konnte man mit Benzingesprächen, Tuning des eigenen MX-5, eine Weinprobe oder einem gemeinsamen Abendessen ausklingen lassen. Wir entschlossen uns zurück zum Campingplatz zu fahren, weil man dort gut und günstig Essen konnte. Außerdem wollte ich noch duschen. Wie sich jedoch herausstellte, war rein zufällig an diesem Tag die Heizung defekt und es kam nur eiskaltes Wasser aus den Düsen. Da kam mir selbst der See mittags noch wärmer vor. Nach dem üppigen Essen

                                         

trafen wir uns bei unseren Zelten, wo Bernd schon seinen Klapptisch aufgebaut hatte, auf dem er uns geräucherten Schinken, Wurst, frisches Brot und Rotwein bereitstellte (vielen Dank nochmals).

 

  1. Tag (Sonntag, 14. August):

 

Wieder einmal war die Nacht um 7.15 Uhr vorbei, denn es sollte pro MX-5 Besatzung ein Zelt abgebaut und im Kofferraum untergebracht werden. Nachdem wir dann noch schnell unsere Campingplatzrechnung beglichen hatten, ging es wieder zum Frühstücken in unser morgendliches „Stammlokal“.

                                                        

Nach mindestens einer Tasse Kaffe und einem süßen Stück cruisten wir zur Mühle, von wo wir um 10.15 Uhr zum Autocorso durch die Ruster Weinberge nach Rust aufbrachen. In der Ruster Innenstadt standen dann mindestens 136 MX-5, die durch den örtlichen Bürgermeister begrüßt wurden.

                                   

Außerdem wurde dort die Fahrzeugprämierung durchgeführt und die Pokale an die strahlenden Gewinner überreicht.

                                            

Danach hatte man ca. eine Stunde Zeit sich die netten Lokale, die vielen Storchenpaare auf den Dächern der Stadt, oder natürlich die anderen MX-5 anzuschauen. Um 12.15 Uhr sollte ein weiterer Autocorso über das Leithagebirge zurück zur Cselley Mühle führen. Da jedoch ein „planloser“ MX-5ler den Corso anführte, fiel der Corso für uns ins Wasser. Nächstes Jahr sollte ein MX-5 aus dem Organisationsteam die Führung übernehmen, damit so etwas nicht noch mal passiert. Nach dieser Enttäuschung fuhren wir nochmals kurz zur Mühle, bei der aber leider momentan nichts mehr los war. Somit entschlossen wir uns um 13.00 Uhr spontan die Heimfahrt über die Landstraße anzutreten. Für die anderen sah das Programm ab 13.30 Uhr noch ein gemeinsames Mittagessen (Kesselgulasch), ab 14.30 Bullenreiten und anschließend die Siegerehrung mit gemütlichem Ausklang des Events vor. Als wir die reizvollste Gegend mit ihren schonen kleinen Pässen verlassen hatten, sahen wir das Unheil auch schon auf uns zukommen. Eine tiefschwarze Wolkenfront ließ uns das Verdeck zum ersten Mal an diesem Wochenende wetterbedingt mit drei Handgriffen schließen. Und tatsächlich, ab Steyr goss es wie aus Kübeln. Das Verdeck und die Dichtungen zeigte sich wenig beeindruckt und ließ keinen einzigen Tropfen in den Fahrgastraum vordringen. Zum Schluss wurden noch die Energiereserven bei einer Fastfoodkette in Lauingen aufgefüllt. Nach insgesamt 1700km, die wir in drei Tagen zurückgelegt hatten, waren wir doch recht froh wieder wohlbehalten daheim angekommen zu sein.