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Bericht zur Kärntentour vom 23.-26 Juni 2005
(Verfasst von BK)
1. Tag (Donnerstag, 23. Juni):
6.35 Uhr, juhu, endlich war es soweit, der erste Tag der Kärntentour, veranstaltet von den MX-5 Freunden Ulm zusammen mit den Augsburger MX-5 Freunden, war angebrochen! Mein erster Blick fiel natürlich durch das Fenster um festzustellen, dass keine einzige Wolke am Himmel zu sehen war. Gut gelaunt stieg ich in meinen auf Hochglanz gebrachten roten MX-5 (NA) und „flog“ zur Autobahnraststätte Leipheim wo sich die MX-5 Freunde Ulm zur Weiterfahrt trafen. Um kurz nach 8.30 Uhr ging es dann in einer Kolonne bestehend aus Mazda`s MX-5 auf die A8 Richtung Süden. In Dasing sammelten wir noch die Augsburger MX-5 Freunde ein und konnten uns über eine leckere Brezel freuen. Nachdem dann noch jeder eine Teilnehmerliste, Namensaufkleber und das Programm ausgehändigt bekam, konnten wir jetzt schon mit über 20 Roadstern wieder zurück auf die A8 und an der neuen Allianzarena vorbei „rasen“. Kurz vor den herbeigesehnten Alpen mussten wir jedoch wegen eines Staus eine kurze Pause einlegen. Dank dem Tipp eines ortskundigen Postfahrers wurde die Raststätte über einen Schleichweg verlassen und somit der Stau gekonnt umfahren. Von nun an waren wir auf kurvenreichen Straßen unterwegs die das Fahrerherz wieder höher schlagen ließen. Als sich nach ca. 240 km Fahrt bei vielen langsam ein Hungergefühl bemerkbar machte, ging es in ein größeres Einkaufszentrum, in dem wir ein Schnellrestaurant vorfanden. Nachdem wir uns ausgiebig gestärkt und die Beine etwas bewegt hatten fuhren wir „Schattenparker“ weiter. Die nächsten Kilometer waren landschaftlich sehr ansprechend, denn man konnte die ersten schneebedeckten Berggipfel sehen. Weil wir nun schon einige Zeit in Österreich unterwegs waren und die Katschberghöhe vor uns lag, stürmten wir nun drei Tankstellen, bei denen wir unsere Tanks mit 1,05€/l „günstigem“ Normalbenzin fluten konnten. Wie erwartet erreichten alle MX-5 die Katschberghöhe ohne irgendwelche technischen Probleme, was man von einer Toyotafahrerin nicht behaupten konnte. Als nach der Pause der schon obligatorische Ruf „Aufsitzen!“ zu hören war, rannte jeder zu seinem Nipponroadster um dem Motor das zu geben, was er brauchte – nämlich eine schnelle Abfahrt. Leider wartete ein MX-5 Fahrer kurz vor unserem Ziel Hermagor nicht wie ausgemacht an einer Kreuzung auf seinen Hintermann, so dass dieser und die meisten nachfolgenden Fahrer an der Kreuzung in falscher Richtung ca. 8 km weiter geradeaus fuhren. Irgendwann fiel uns auf, dass etwas nicht stimmt, sammelten uns darauf auf einem Parkplatz und drehten wieder um. Zum Glück war zu diesem Zeitpunkt Hermagor schon angeschrieben und wir konnten an der nächsten Tankstelle wieder zu zwei wartenden MX-5lern aufschließen. Nach einem weiteren sehr kurvenreichen Aufstieg und der darauf folgenden Abfahrt waren wir fast am Ziel. Dann, endlich wurden wir, die „Nachzügler“, von Gerd freudig winkend in den Parkplatz des Lerchenhofs

eingewiesen. Das Zimmer war dann auch schnell bezogen und eine Dusche genommen, bevor wir mit leckerem Gegrilltem, frischen Salaten und Nachtisch verköstigt wurden. Als alle satt waren zogen wir in die Kessen (Scheune) um, in der wir bei Musik, kühlen Getränken und guter Stimmung unsere MX-5 Uhren überreicht bekamen.
2. Tag (Freitag, 24. Juni):
Wieder kündigte sich morgens ein sonniger Tag an. Es wurden zwei Touren angeboten unter denen man sich eine aussuchen konnte. Die erste Tour war eine gemütlichere Tour in die nähere Umgebung zum Ossiacher See unter Leitung von Oswald mit ca. 160 km und 11 MX-5`s. Die Ossiachersee Gruppe war sich nach einem sehr guten Mittagessen bei der Schloßwirtin in Ossiach am Ossiachersee

schnell einig, dass man bei diesem blauen Himmel und der heißen Temperatur die Badesachen aus dem MX-5 holt und sich 2 Stunden in die kühlen Fluten vom Ossiachersee stürzt. Alois, Carmen, Felix und Karin nützten die Gelegenheit und besuchten in der näheren Umgebung Bekannte. Die Mehrheit von uns einschließlich mir entschieden sich jedoch für die anspruchsvollere zweite Tour. Die Nockalmtour mit Ihren 52 Kehren und ca. 300 km und 15 MX-5`s. Die ersten Kilometer legten wir jedoch noch zusammen zurück, bevor wir uns in zwei Gruppen in Radenthein aufspalteten. Dank unserem Gastgeber, dem Hans, konnten wir uns die 13 € Maut für die Nockalmstraße sparen und die 52 Kehren umsonst bezwingen. Obwohl die Nockalmstraße landschaftlich klar der Höhepunkt der Tour war, konzentrierte ich mich dann doch wieder schnell auf die Kehren, welche den sportlichen Fahrer doch zum einen oder anderen Drift anregten. Die Abfahrt gemeistert, brauchten unsere Fahrzeuge Kühlung, was durch öffnen der Motorhaube gewährleistet wurde. Jedoch hatte es ein NB-Fahrer mit dem Bremsen übertrieben, so dass sich eine „Felgenkappe“ mit einem „bbb“ verabschiedete und gegen meinen NA geschossen wurde. Unser Mittagessen genossen wir dann, dank genügend Sonnenschirmen, im Schatten. Als wieder der Gasfuß juckte beschlossen wir spontan die Nockalmstraße noch mal von der anderen Seite zu erklimmen. Auf 2024 m bei der Glockenhütte stellten wir unsere 15 Schmuckstücke dank „Einweiser“ Gerd in einer Linie zum Fotoshooting auf.

Die Abfahrt wieder alle pannen- und unfallfrei überstanden, kündigte sich nasses Unheil von oben an. Zum ersten Mal entschloss ich mich das Verdeck zu schließen. War aber eigentlich nicht nötig, da drei Minuten später die Sonne wieder strahlte. Bei der nächsten „P…..-Pause“ wurde unter Beweis gestellt, dass sich ein MX-5 auch als Sichtschutz eignet. In der nächsten größeren Stadt Villach, in der ich zum ersten Mal das Gefühl hatte, dass die Streckenführung leicht chaotisch war, lag plötzlich die Kopfbedeckung von Björn am Straßenrand, der auch gleich aus dem MX-5 sprang, um diese wieder aufzusammeln. Jedoch hatte dieses Missgeschick schon unser Henning mitbekommen, welcher gleich den passenden Spruch: „Das kostet eine Runde Ramazotti“, brüllte. Da wir von dieser Tour schon um ca. 17.00 Uhr im Hotel ankamen, hatten wir vor dem gemeinsamen Abendessen etwas mehr Zeit, die man sich mit Körperpflege, einem Schönheitsschlaf, saunieren, baden gehen …vertreiben konnte. Nach dem zum Teil exotischen Essen (Meeresfrüchtesalat) traf man sich wieder zum gemütlichen Beisammensein bei der Kessn (Scheune), hinter der eine Tonne aufgestellt war, die von Jens und Klaus mit Holz befeuert wurde. Nicht nur die züngelnden Flammen des Feuers sorgten zu späterer Stunde für Wärme, sondern auch die Runde Ramazotti, welche Björn uns wegen seiner verlorenen Basekap spendierte (vielen Dank). Leider mussten sich die Ulmer MX-5ler schon kurz nach 0.00 Uhr verabschieden, da der Shuttleservice zum Radnighof schon wartete. Nach vielen interessanten Benzingesprächen machten die Letzten der Runde dann um 1.30 Uhr das Licht in der Scheune aus.
3. Tag (Samstag, 25. Juni):
Kurz nach dem Frühstück, welches wir bei strahlendem Sonnenschein wieder draußen zu uns nahmen, trafen Bernd (Obmann des RCC Klagenfurt) mit seiner Frau Andrea und die Huberta alte

Bekannte mit den ersten Clubmitgliedern des RCC Klagenfurt bei uns ein. Nach gegenseitigem „Beschnuppern“ und Wiedersehensumarmungen, ging es dann um 10.00 Uhr auf die von Bernd (Obmann des RCC Klagenfurt) geplante Tour. Als erstes fuhren wir den kurvenreichen Naßfeldpaß bergauf Richtung Italien. Oben angekommen überquerten wir die Grenze zu Italien und fuhren nun den noch kurvenreicheren und schmäleren Naßfeldpaß auf der italienischen Seite herunter. Da kam es natürlich auch mal vor, dass mitten auf der Straße mehrere Kühe standen und man warten musste, bis diese wieder Platz machten. Weiter ging es durch romantische Tunnel und über viele sehenswerte Brücken, bis zu dem See Lago di Cavazzo, an dem wir eine Stunde Pause machten und unsere Füße abkühlen konnten.

Nach der Rast fuhren wir zu einer Pizzeria, deren Parkplatz mit unseren 32 MX-5 verschönert wurde. Jedoch mussten wir vorher einer Sprinkleranlage, welche den Parkplatz feucht halten sollte, das Wasser abdrehen.

In dem gut besuchten Lokal verbrachten wir mit vielen Bikern und italienischen Schönheiten die heiße Mittagszeit bei Speis und Trank. Dank Henning, der in einer orangen Warnweste und unter Einsatz seines Lebens die Straße absperrte, konnten wir den Parkplatz geschlossen verlassen. Die Mittagsruhe war nicht von langer Dauer, denn der Höhepunkt der Tour stand uns nun mit dem Plöcken-Pass bevor. Hier hörte man die Motoren in den Tunneln aufheulen und in den Kehren die Reifen quietschen. Oben auf der Passhöhe angekommen, wurde die Zeit für ein Gruppenfoto genutzt.

Allerdings hatte wohl ein SUV-Fahrer etwas dagegen und stellte sich ganz frech zwischen Fotograf und unsere Gruppe. Lange stand er dort nicht, denn er wurde durch lautstarkes Gebrüll und wildes Gestikulieren unsererseits verjagt. Nach der Passabfahrt ging es nahezu eben bis zum Lerchenhof in Hermagor zurück. Als wir um ca.16.45 Uhr im Hotel ankamen, wurde die im Radio angekündigte Konvoifahrt von uns nochmals abgesprochen. Punkt 17.00 Uhr fuhren wir hupend und mit eingeschalteter Warnblinkanlage, angeführt durch ein Feuerwehrfahrzeug, Richtung Hermagor und dem Pressegersee. In Hermagor sperrte uns sogar die Gendarmerie die Hauptstraße, damit wir zusammen über die Kreuzung fahren konnten. Am Wegesrand uns zuwinkenden Personen wurden durch freundliches Hupen und Lichthupe (was beim NA eine größere Reaktion des Betrachters auslöste) begrüßt. Im Hotel angekommen konnte sich Steffen über neue Kunden freuen, die ihm ihren MX-5 zur Wäsche anvertrauten, denn es war noch eine Fahrzeugpräsentation vor dem Lerchenhof geplant. Da aber zu wenige Gäste kamen, fiel die Präsentation mehr oder weniger aus. Dafür ließ sich nach dem letzten Abendessen der stellvertretende Bürgermeister blicken, der uns offiziell nochmals von oberster Stelle willkommen hieß. Zum Abschluss gab es dann noch ein vom Autohaus Tierhold gesponsertes Feuerwerk, welches Jens sehr professionell abfeuerte. Dem Feuerwerk machten dann die ersten Blitze Konkurrenz und wir mussten somit das weitere Programm nach drinnen verlegen. Einige Minuten später regnete es draußen wie aus Eimern, was der Stimmung drinnen aber nicht schadete. Bei einem Abschiedsdrink schauten wir die Filme und Fotos der vergangenen MX-5 Touren auf einer Groß-Leinwand an.
4. Tag (Sonntag, 26. Juni):
Tja nun war es schon wieder so weit, der letzte Tag der Kärntentour war angebrochen. Bei leicht bewölktem Himmel (passend zur Abschiedstimmung) fuhren wir morgens Richtung Großglockner. Auf dem Weg dorthin kam uns ein kurzer Regenschauer in die Quere, der uns das Verdeck schließen ließ. Fünf Minuten später fuhren wir alle bei Sonnenschein wieder offen. Vor der Mautstelle der Großglocknerhochalpenstraße besuchte man nochmals eine Tankstelle, damit keiner wegen Spritmangel seinen MX-5 schieben musste. Voller Vorfreude vergaß man dann auch schnell die 26 € Mautgebühr, die zu bezahlen war. ´
Nachdem alle bezahlt hatten schraubten wir uns Kehre für Kehre höher, bis wir die ersten Schneefelder neben der Straße sahen. Gleichzeitig wurde es aber auch kühler und oberhalb von 2000 m hingen die Wolken in den Bergen fest, so dass man leider von dem atemberaubenden Panorama nicht sehr viel sah. Dank der starken Heizung des Roadsters fuhren alle offen bis zum 2428 m hoch gelegenen Fuscher Törl, wo wir die Mittagspause verbrachten und hofften, dass die Wolken doch noch dem blauen Himmel Platz machen. Unsere Hoffnung wurde von Petrus dann doch nicht erhört und wir mussten die Abfahrt wegen leichtem Nieselregen etwas vorsichtiger gestalten. In Kitzbühel wurde der Tank nochmals günstig gefüllt, bevor die Grenze zu Deutschland überquert wurde. Doch vorher wurden wir von einem weiteren Regenschauer gezwungen die Tops zu schließen. Das machte uns aber nicht viel aus, denn die nächsten Kilometer entschädigten uns mit schönen Straßen und wieder gutem Wetter. Als letztes Highlight fuhren wir dann über ein malerisch gelegenes Sträßchen zur 1408 m hoch gelegenen Speck-Alm in der Nähe von Bayrischzell. Hier ließ man die Kärntentour 2005 bei den örtlichen Spezialitäten ausklingen und genoss noch ein Mal das Alpenpanorama. Bevor wir uns endgültig in zwei Gruppen aufspalteten, verabschiedeten wir uns um 17.25 Uhr noch gegenseitig mit einer 3-fachen Laolawelle. Die eine Gruppe fuhr dann über die Autobahn Richtung Heimat, die andere bevorzugte lieber die ruhigen Landstraßen des Voralpenlandes. Bei Augsburg trennte ich mich dann von dem letzten übrig gebliebenen MX-5 und drehte auf die A8 ab. Mit Tempo 200 km/h lies ich mir nochmals den Wind durch die Haare blasen, und war froh die ca. 1600 km in vier Tagen unfallfrei hinter mich gebracht zu haben.
Vielen Dank nochmals an die Organisatoren der Tour (Oswald, Gerd, Jens und Bernd) und bis zum nächsten Mal!!!
Verfasst von BK Bitte hier anklicken